Ausflugstipps

Museumsbesuch für Kunstbanausen

Wenn es tagelang in Strömen regnet, fühlt man sich fast wie zu Hause eingesperrt. Für all diejenigen, die sich trotzdem aus den eigenen vier Wänden wagen, haben wir Tipps für außergewöhnliche Museen in den Kreisen Warendorf und Gütersloh gesammelt. Dabei kommen Technikbegeisterte genauso auf ihre Kosten wie Kinder und Hobby-Historiker.

1. Geschichte mal anders erleben

Helau! Nun gut, die Karnevalszeit lässt noch ein bisschen auf sich warten. In Beckum ist jedoch das ganze Jahr über Karneval. Im Stadtmuseum zeigt eine Dauerausstellung mehr als 500 Jahre Karnevalstradition. Besucher staunen dort unter anderem über Karnevalsorden vergangener Tage und die ersten Ausgaben der Rosenmontagszeitschrift „Beroz“. In diesem Sinne – wer nicht bis zum Elften im Elften warten kann, macht einen Abstecher ins Beckumer Stadtmuseum.

 

Karnevalsmuseum

Markt 1, 59269 Beckum

Telefon: 02521 29264

Internet: www.beckum.de/de/kultur/stadtmuseum/dauerausstellung.html

2. Zeitreise in das Jahr Null

Äußerst traditionell geht es im Rietberger Bibeldorf zu. Auf dem 35.000 Quadratmeter großen Gelände kommen vor allem Familien mit Kindern auf ihre Kosten, die sich für das Alte und Neue Testament interessieren. Wer sich einmal fühlen will wie im Jahre des Herrn, kann hier unter anderem eine Töpferei, ein Nomadenzelt oder einen Sabbat-Raum besuchen.

 

Bibeldorf

Jerusalemer Straße 2, 33397 Rietberg

Telefon: 05244 974974

Internet: www.bibeldorf.de

 

In der Beckumer Schmiede Galen lernen Besucher das Schmiedehandwerk kennen. Das wird nicht nur gezeigt anhand von Exponaten, sondern auch in Aktion mit Hammer und Amboss.

 

Schmiede Galen

Clemens-August-Straße 10, 59269 Beckum

Telefon: 02521 3412

Internet: www.heimatverein-beckum.de/index.php/schmiede-galen.html

3. Anfänge der Technik zum Anfassen

Eines der größten westfälischen Unternehmen stellt seine Geschichte aus. Im Gütersloher Miele-Museum erfahren Besucher mehr über die Anfänge des Industrie-Vorreiters und dessen Exkurse in die Bereiche der Automobile und Fahrräder.

 

Miele-Museum

Carl-Miele-Straße 29, 33332 Gütersloh

Telefon: 05241 890

Internet: www.miele.de/haushalt/miele-museum-5118.htm

 

Drei Räume, gefüllt mit mehr als 50.000 Exponaten. Das bietet das Isselhorster Feuerwehrmuseum auf engstem Raum. Zusammengetragen wurden die Utensilien auf verschiedenen Reisen des Initiators Ralf Ortmeyer. Zu Uniformen und Helmen gesellen sich dort besondere Stücke wie eine Rückentragespritze oder eine New Yorker Feuerwehrmontur.

 

Feuerwehrmuseum

Im Restaurant zur Linde,

Isselhorster Kirchplatz 5, 33334 Gütersloh

Telefon: 05241 67169

Internet: www.guetersloh.de/de/kultur/denkmaeler-museen/feuerwehrmuseum-isselhorst.php

 

Das Radio- und Telefonmuseum im Rheda-Wiedenbrücker Ortsteil St. Vit zeigt Technik, die heute mit Recht als „antiquiert“ bezeichnet werden kann. In den Räumen des Verstärkeramts befinden sich unter anderem Tonbandgeräte, alte Fernseher oder Fernschreiber. Also: Smartphone weg und bereit machen für eine Reise ins analoge Zeitalter.

 

Radio- und Telefonmuseum

Eusterbrockstraße 44, 33378 Rheda-Wiedenbrück

 Telefon: 05242 44330

Internet: www.verstaerkeramt.eu

4. Mitmachen

Besichtigungen sind gut, selbst anpacken ist besser. Eine Möglichkeit dafür bietet das Everswinkeler Museum „Up’n Hoff“. Besucher können dort das frühere Leben der Bauern nachempfinden – und dabei selbst den Dreschflegel schwingen oder Brot backen.

 

Mitmach-Museum „Up’n Hoff“

Wester 31, 48351 Everswinkel

Telefon: 02582 669313

Internet: www.muensterland-tourismus.de/432346/everswinkel-mitmachmuseum

 

Woraus bestehen eigentlich Wolken? Wie kann man mit Wasserkraft Energie produzieren? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhalten Kinder spielerisch im Oelder Mitmachmuseum Klipp Klapp.

 

Kindermuseum Klipp Klapp

Konrad-Adenauer-Allee 20b, 59302 Oelde

Telefon: 02522 72822

Internet: www.kindermuseum-klipp-klapp.de/page.php?p=16765

 

Die Mint-Schulfächer, das sind Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik. Dass es wichtig ist, praktisch an diese Fächer heranzugehen, findet Josef Avenwedde, der das Mint-Technikum in Verl leitet: „Wir verstehen uns weniger als klassisches Museum sondern mehr als außerschulischen Lernort.“ Dort können Kinder mit Lego, selbst gebauten Solarautos oder Transistoren tüfteln. An festen Terminen treffen sich Arbeitsgruppen, die technische Probleme mit Robotern lösen oder mit Holz arbeiten.

 

Mint-Technikum

Papendiek 1, 33415 Verl

Telefon: 05246 5030178

Internet: www.mint-technikum.de

 

Eine riesige Ausstellungsfläche, durch die man gemütlich schlendern kann: die hat nicht jedes Museum. Unübliche Ansätze können ebenfalls spannend sein. Wie etwa das dezentrale Stadtmuseum in Warendorf, das vom Heimatverein betrieben wird. Ausgehend vom historischen Rathaus, dem Mittelpunkt des Museums, sind einzelne Standorte in der Stadt originalgetreu eingerichtet und zeigen beispielsweise das Leben in Warendorf um 1925 oder die Arbeit des städtischen Torschreibers.

 

Dezentrales Stadtmuseum

Klosterstraße 7, 48231 Warendorf

Telefon: 02581 19433

Internet: www.warendorf.de/bildung-kultur/museen-in-warendorf/dezentrales-stadtmuseum.html

5. So fühlt sich Heimat an

„Dat kleine Immenhuisken“ oder – nach der Übersetzung aus dem Münsterländer Platt – „Das kleine Bienenhäuschen“ vermittelt seinen Besuchern alles, was sie über die summenden Zeitgenossen wissen müssen. Aber auch über die Menschen, die die Insekten zu ihrem Beruf gemacht haben, gibt es viel zu erfahren. Interessierte können sich bei Ein-Frau-Leiterin Maria Schratz über das Imkerhandwerk schlaumachen. In 20 Jahren hat die 80-jährige Imkerin mehr als 500 Ausstellungsstücke angesammelt.

 

Dat kleine Immenhuisken

Felsenweg 5, 48317 Drensteinfurt

Telefon: 02508 1497

Internet: www.museum-wegweiser.de/museum/dat-kleine-immenhuisken

 

Verkaufsgeschäft und Museum in einem ist die Ahlener Goldschmiede Fischer. Wer sehen will, wie der zu verkaufende Schmuck hergestellt wird, kann abseits der Verkaufsräume die Goldschmiede besuchen – und sich dort außerdem Schmuck nach eigenem Wunsch anfertigen lassen. Ein kleiner Dämpfer: Wer sich etwas schmieden lässt, muss darauf vermutlich länger warten als bis zum Ende seines Besuchs. Im Gegenzug erhält er sein ganz eigenes Unikat.

 

Goldschmiede Gold Fischer

Oststraße 69, 59227 Ahlen

Telefon: 02382 2914

Internet: www.goldfischer.de

6. Rocker und flinke Finger

Wer eine Vorliebe für motorisierte Zweiräder hat, kann das Motorradmuseum in der Harsewinkeler Ortschaft Greffen besuchen. 180 Gefährte sind dort auf 1000 Quadratmetern Fläche ausgestellt, das älteste ist ein Dreirad von 1898. Wem diese geballte Motorenpower zu heftig ist, muss sich gar nicht weit bewegen. Denn in das Museum ist zusätzlich eine Puppenausstellung integriert.

 

Motorradmuseum Heiner Beckmann

Beelener Straße 32, 33428 Harsewinkel

Telefon: 02588 1381

 

Feine Finger können sich im Stickereimuseum in Ennigerloh versuchen und inspirieren lassen. In den Räumen der alten Brennerei sind antike Handarbeitsutensilien ausgestellt. Außerdem lernen Besucher anhand der 500 Exponate, wie sie Handarbeit für sich selbst nutzen können – Stickerei oder Häkeln zum Beispiel. Die Sammlung ist ein Ein-Frau-Projekt: Monika Schmillenkamp hat die Stücke über 25 Jahre gesammelt und kann den Besuchern zu jedem einzelnen fachkundige

Informationen vermitteln.

 

Stickereimuseum

Liebfrauenstraße 6, 59320 Ennigerloh

Telefon: 02524 951664

Internet: www.stickereischaetze.de

7. Auf engstem Raum

Und wofür kann diese Handarbeit angewendet werden? Klar, um Knöpfe zu vernähen beispielsweise. Um die dreht sich alles in der Verler Knopfmanufaktur, die sich im Geschäftshaus der ehemaligen Druckerei Maasjost befindet. In der Einrichtung können Besucher nicht nur mehr als 100 Jahre alte Technik bestaunen, sondern auch die Knopfherstellung Schritt für Schritt nachvollziehen.

 

Knopfmanufaktur

Sender Straße 1, 33415 Verl

Telefon: 05246 7097006

Internet: www.verl.de/index.php?id=75

 

Auf Schloss Rheda können sich Besucher royal fühlen – mit einer Sammlung historischer Kutschen. Elegant klingende Modelle wie die Vis-à-Vis, die Berliner Coupé und die Reise-Chaise werden dort gezeigt. Wie sie sich im vergangenen Jahrhundert fortbewegt hätten, können junge Besucher in Kinderkutschen ausprobieren.

 

Kutschenmuseum

Steinweg 16, 33378 Rheda-Wiedenbrück

Telefon: 05242 94710

Internet: www.fuerstliche-schloesser.de

 

Text: Simon Bussieweke, Fotos: Simon Bussieweke, Kirstin Oelgemöller und Guido Leifhelm


Radeln, spielen, schlemmen

Der Wind greift in die Baumkronen am Lohwall in Warendorf und lässt ein kräftiges Rauschen erklingen. Die Radfahrer machen sie auf den Weg. Knapp 30 Kilometer liegen vor ihnen. Vögel zwitschern, langsam schiebt sich eine Wolke vor die Sonne. Die Fahrradreifen knirschen auf dem Weg, während auf der Ems eine Entenfamilie schnatternd versucht, das Ufer zu erklimmen.

 

Es geht am Warendorfer Freibad vorbei, auf einer Brücke über das Wasser auf die andere Seite des Ufers. Nur wenige Meter weiter schimmern schwarze Segel durch die Bäume hindurch, am Masten prangt die berüchtigte schwarze Fahne mit einem weißen Totenkopf: Ein verlassenes Piratenschiff wartet darauf, erobert zu werden. Ein Spielplatz, der nicht nur die Kinderherzen höherschlagen lässt, lockt mit Klettergerüsten, Sandkasten, Schaukeln und Wippen.

 

Nach einer kurzen Pause geht es weiter. Das nächste Ziel: das Bauerncafé Austermann. Dort ist nicht nur ein Parkplatz für Autos und Fahrräder, sondern auch ein Balken für Pferde. „Es kommt häufiger mal vor, dass Reiter bei uns Halt machen“, sagt Stefan Brune, gemeinsamer Inhaber mit seiner Frau Martina. Die beiden führen das Gasthaus seit Januar 2017. Wer bei ihnen einkehrt, der merkt schnell, dass sich einiges ums Pferd dreht. Denn: Direkt an das Café angeschlossen ist eine Reiter-Halle. Gäste erwartet nicht nur ein Blick auf die trainierenden Reiter, sondern ebenso ein reichhaltiges Frühstücks-Buffet am Morgen und frei wählbare Speisen ab Mittag. Besonders zur warmen Jahreszeit lädt die Sommerterrasse mit 120 Plätzen zum Verweilen an.

 

Gestärkt steigen die Reisenden wieder auf die Drahtesel. Entlang von Wiesen und Wäldern geht es weiter in Richtung Versmold. Fröhlich flöten und zwitschern Vögel vor sich hin, begleiten die Radfahrer auf ihrem Weg. Die Wege sind ruhig, kaum ein Auto fährt vorbei. Das Schild „Willkommen im Kreis Gütersloh“ ist schon passiert. Vorbei an einer Minigolfanlage geht der Asphalt in Schotter über: Um die Kurve und schon fällt der Blick auf einen See, umlagert von Zelten und Campingfässern.

 

Dieter Wiltmann kommt gerade aus einer der modernen Camping-Häuser. „Die haben wir neu im Programm“, sagt der Versmolder. Der 62-Jährige ist der Besitzer des Campingplatzes Heidekamp. Sein eigener Chef. Seit 1976. „Eigentlich sollte ich an die Rente denken“, sagt er und lacht. „Aber dieser Beruf gibt mir Schub.“ Auch, weil er merkt, dass die vielen Familien, die zu ihm kommen, sich wohl fühlen. Einladend ist an warmen Tagen vor allem der kleine See, der in der Mitte drei Meter tief ist. „Das Ufer ist aber recht flach, damit Kindern dort nichts passiert“, erklärt Wiltmann. Ansonsten gilt: „Schwimmen auf eigene Gefahr.“ 

 

Für die Radfahrer heißt es nun aber, nicht die Füße hoch zu legen, sondern sich auf den Rückweg zu machen. Für einige Meter geht es den gleichen Weg zurück. Die Heimfahrt führt über Sassenberg. Bei Hunger ist für jeden Geschmack etwas dabei: Ob vorzügliches Eis, Pizza von der besten Pizzabäckerin Deutschlands oder ohne Stärkung direkt in Richtung Warendorf.

 

Hinter den Stadtgrenzen führt der Weg wieder mitten durch das Nirgendwo. Langsam fällt das Treten schwerer, doch die Schönheit der Natur macht alle Wehwehchen wieder wett. Der letzte Kilometer der Tour führt die Radler zurück an den Ems-Weg Richtung Warendorfer Innenstadt und über die Brücke am Ems-Arm. Wenige Minuten später ist Ankunft am Lohwall.

 

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Sommer 2018 - Radtour
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Text und Bilder: Benedikt Miketta und Anika Reckeweg


Ob hoch in der Luft, auf dem Wasser oder zu Lande – passend zum Frühling geht es raus in die aus dem Winterschlaf erwachende Natur. Bei unseren aktuellen Ausflugstipps ist mitunter Mut gefragt, manchmal Ausdauer und vielfach Teamgeist. Wir präsentieren Ihnen verschiedene Möglichkeiten, wie sie einen erlebnisreichen Tag verbringen können. Das wichtigste: Der Spaß kommt dabei gewiss nicht zu kurz.

1. Kletterausflug – auch mit dem Rollstuhl

 

Unsere erste Empfehlung führt in die Höhe. Im Kletterpark Grenzenlos in Gütersloh ist ein ausgeprägter Gleichgewichtssinn ebenso gefragt wie Schwindelfreiheit. Gemeinsam Hindernisse überwinden, sich auf die Begegnung mit anderen Menschen einlassen, Hemmschwellen abbauen und sich selbst herausfordern – das steht in der Anlage im Mittelpunkt. Wagemutige haben die Möglichkeit, ihr Können auf 38 Kletterelementen unter Beweis zu stellen. 27 davon sind behindertengeeignet.

 

Frei schweben, durch die Luft sausen oder über eine Rampe in die Höhe klettern: Das ist in dem Klettergarten auch für Menschen mit Behinderungen möglich. „Die 43 Meter lange Seilbahn kann man beispielsweise sitzend, liegend, aber auch mit dem Rollstuhl nutzen“, erklärt Thomas Woesthoff, pädagogischer Leiter von Grenzenlos. Und: „Was mit dem Rollstuhl geht, geht auch mit dem Rollator.“ Ebenso können Gehörlose und Blinde den Parcours zwischen den Bäumen erklimmen. Zugleich betont der Sozial- und Erlebnispädagoge, dass die Elemente auch für Menschen ohne Einschränkungen durchaus anspruchsvoll sind. Wer drei Stunden klettere, sei anschließend körperlich geschafft.

 

Klettern darf jeder, der mindestens sechs Jahre alt ist. Bis einschließlich elf Jahren werden die Kinder entweder von den Eltern oder einem Mitarbeiter begleitet.

www.grenzenlos-klettergarten.de

2. Mit dem Kanu über Lippe und Ems

Wackelig wird es bei unserem zweiten Ausflugstipp – zumindest dann, wenn man ungeübt ist. Bei einer Kanutour auf der Lippe oder der Ems kommt es vor allem darauf an, das Gleichgewicht zu halten, um sicher und trocken ans Ziel zu gelangen. Hier ist Teamarbeit gefragt.

 

 Sieben Touren von Paderborn bis Hamm bietet beispielsweise Christian Gamann aus Lippstadt an. Flussabwärts gleiten die Freizeitsportler auf der Lippe ihrem 8 bis 15 Kilometer entfernt liegenden Ziel entgegen. Die Strecken können auch kombiniert werden, sodass die Kanufahrer den gesamten Tag unterwegs sind.

 

 Ebenso gibt es die Möglichkeit, sich von Warendorf aus zu Wasser fortzubewegen. Bis nach Telgte und Münster-Gelmer bietet Rucksack Reisen Kanutouren, die zwischen 9 und 16 Kilometer lang sind, auf der Ems an. Diese können in der Hauptsaison sonntags zu angebotenen Terminen gebucht werden. „Für Gruppen planen wir darüber hinaus alle Touren individuell“, erklärt Klaus Lange. Jeder Tag – unabhängig ob in der Woche oder am Wochenende – sei dann möglich.

 

 Egal ob als Einzelperson oder in Gruppen, wer vor allem in der Hochsaison sicher sein will, ein Boot zu bekommen, sollte sich vorher anmelden. Beschränkungen beim Alter gibt es nicht. Minderjährige sollten allerdings in Begleitung eines Erwachsenen sein. „Wir haben auch schon einige Herzenswünsche erfüllt“, sagt Gamann. Er erinnere sich an einen 70-Jährigen, der an der Lippe wohnte und dessen größter Wunsch es war, einmal auf dem Fluss Kanu zu fahren. „Solche Träume erfüllen wir sehr gerne.“

 

 www.gamann-kanus.de

www.rucksack-reisen.de

3. Stark im Team beim Padel

Höhenangst? Wasserscheu? Wer sich lieber am Boden verausgaben möchte, für den kommt vielleicht Padel in Frage. Diese in Deutschland noch wenig bekannte Sportart kann in Herzebrock-Clarholz ausgeübt werden. Padel ist eine Mischung aus Tennis und Squash und wird zu viert auf einer Fläche von 20 mal 10 Metern gespielt. Um das Feld herum befinden sich Wände, zum Beispiel aus Kunststoffglas. 

 

 „Die Schläger erinnern an Speckbretter“, sagt Jannik Westbomke vom Padel-Point-Center. „Sie haben viele Löcher, um den Windwiderstand zu reduzieren.“ Zudem sind die Schläger deutlich kürzer. Aus diesem Grund ist die Hand-Auge-Koordination nicht so entscheidend und der Ball leichter zu treffen.

 

Schläger und Bälle können beim Padelcenter ausgeliehen, Termine über die Internetseite ausgemacht werden. Wer die Sportart zum ersten Mal ausprobiert, bekommt auf Wunsch Hilfe vom Team des Padel-Point-Centers. In Herzebrock-Clarholz handelt es sich um eine reine Outdoor-Anlage, die das ganze Jahr über genutzt werden kann – durch das Flutlicht selbst in den Abendstunden.

 

 Koordination und Kommunikation – darauf kommt es beim Padel an. Mit dem Spielpartner muss die Taktik abgesprochen werden und das Zusammenspiel funktionieren. Eine untergeordnete Rolle spielt hingegen die physische Stärke. Ein räumliches Verständnis ist laut Westbomke ebenfalls wichtig. „Von Vorteil ist es auch, wenn man schon vorher eine Ballsportart praktiziert hat. Denn dann bringt man auch mehr Gefühl für den Ball mit“, verrät er.

 

www.padel-point-center.de

 

 Text: Pia Engelbrecht, Kirstin Oelgemöller, Bilder: Gamann Kanus, Klettergarten grenzenlos, Padel-Point-Center, Rucksack Reisen


Winterwonne

Die Fensterläden klappern im Wind und der Geruch frischer Tannenzapfen liegt in der Luft: Der Winter hat hierzulande Einzug erhalten. In den gemütlich hergerichteten eigenen vier Wänden ist es nun am schönsten – oder?

 

Nicht unbedingt. Draußen warten strahlender Lichterglanz, frischer Wind um die Nase und mit etwas Glück vom Himmel herab tanzende Schneeflocken. Sie locken in den Wintermonaten trotz Kälte und Dunkelheit an die frische Luft und lassen die Natur genießen. Für alle, die noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel sind oder eine Anregung für einen Winterspaziergang benötigen, hat die hierzulande-Redaktion zwei Tipps.

1. Kultur-Tour mit Kaffeeduft

Mit einem Besuch der Krippenausstellung im Museum Religio in Telgte beginnt der erste Ausflugstipp. Jahr für Jahr aufs Neue können Besucher dort die Vielfalt von Krippen erleben. „Das Spektrum reicht von abstrakter Kunst bis hin zu Schnitzarbeiten“, erklärt Museumsleiterin Dr. Anja Schöne.

 

Unter dem Titel „Friede auf Erden“ ist die Ausstellung in ihrem 77. Jahr in Anlehnung an die Weihnachtsgeschichte nach Lukas gestaltet. „Unser Anliegen ist es, dass über das Thema eine Auseinandersetzung mit der Geburt Jesu stattfindet“, sagt Schöne. 110 Einsendungen hat das Museum Religio erhalten, 20 weitere Arbeiten aus der eigenen Sammlung ergänzen die Ausstellung in diesem Winter.

 

Nach dem Kunstgenuss geht es in den Dümmert-Park. Wem eine kleine Runde genügt, kann in Richtung Südwesten entlang der Ems spazieren gehen. Für einen längeren Spaziergang eignen sich die nordöstlich gelegenen Klatenberge.

 

Kiefern prägen das Gebiet ebenso wie die offene Dünenlandschaft und die Wacholderheide, erklärt Andreas Beulting von der Naturschutzstation Münsterland des NABU. Diese war bis um 1800 kennzeichnend für die Region. Dann wurde das Gebiet aufgeforstet, die Heide zurückgedrängt. In den Klatenbergen konnte die Landschaft jedoch erhalten werden.  

 

Nach dem Aufenthalt an der frischen Luft zieht es die Spaziergänger zurück in die Telgter Innenstadt, wo sie sich in der KaffeeBar von Petra und Reinhold Schmelter stärken können. Intensive Röstaromen strömen ihnen beim Betreten der Kaffeemanufaktur entgegen. Sie gehen vom Röster aus, dem Herzstück des Cafés. Fast täglich wird hier vor den Augen der Gäste der eigene Kaffee geröstet.

 

Fotos von Besuchen unter anderem in Nicaragua zeugen an den Wänden von dem direkten Kontakt, den Reinhold Schmelter zu den Kaffebauern pflegt, und lassen seine Begeisterung für das Handwerk spürbar werden. Zum gleichmäßigen Rauschen der Kaffeebohnen im Röster bietet sich bei einem Besuch die Gelegenheit, einen der selbstgebackenen Kuchen zu probieren. Vor allem trockenes Gebäck, vieles mit Schokolade, steht zur Auswahl. „Alles ist auf unsere Kaffeespezialitäten abgestimmt“, erklärt Schmelter. „Und Schokolade harmonisiert nun einmal sehr gut mit Kaffee“, fügt er mit einem Augenzwinkern hinzu.

 

www.museum-telgte.de

www.blackandyum.de

2. Wasser-Erlebnistour mit Kuchenschmaus

Etwa 45 Kilometer östlich von Telgte bahnt sich die Dalke ihren Weg durch Gütersloh. Ausgehend vom ehemaligen Restaurant Neue Mühle an der Herzebrocker Straße können Naturliebhaber bei der zweiten Empfehlung ihrem Verlauf bis zum knapp sieben Kilometer entfernten Parkbad in der Kreisstadt folgen und dabei Wissenswertes über die regionale Geschichte erfahren. „Es gibt 20 Stationen, von denen einige mit informativen Stehlen gekennzeichnet sind“, erklärt Dr. Jürgen Albrecht, Leiter des Fachbereichs Umweltschutz der Stadt Gütersloh.

 

Sowohl Glasscheiben, auf denen der historische Stand dargestellt wird, als auch Stahlstehlen mit Durchguck-Fenstern ermöglichen Betrachtern einen Blick in die Vergangenheit. An der Kläranlage Putzenhagen erfahren Interessierte etwas über die Abwasserreinigung und die Wasserversorgung. Über die Dalke-Renaturierung können sie sich an der nächsten Station informieren. Die Promenade leitet die Spaziergänger und Radfahrer Stück für Stück in Richtung der Gütersloher Innenstadt.

 

In der Nähe der Weberei erwartet Christine Riegler die Spaziergänger im Café Bohne mit Kaffeespezialitäten und ausgefallen Teesorten. Ganz besonders angezogen werden viele Gäste von den himmlisch duftenden und frisch gebackenen Kuchen- und Gebäckvariationen der gelernten Konditorin, die sich vor knapp zehn Jahren einen Lebenstraum mit dem eigenen Café erfüllt hat.

 

In der kalten Jahreszeit bietet sie unter anderem einen winterlichen Käse-Apfel-Kuchen und Linzer Törtchen an. Ebenso wartet die Kuchentheke mit Nussknackern, Florentinern und Mandelhörnchen auf. Bis zu 32 Personen finden auf den drei Ebenen in dem Café an der Berliner Straße Platz. Das Fachwerk weist auf die lange Geschichte des Gebäudes hin, das aus dem Jahr 1649 stammt. Wem im Winter mehr nach einer wärmenden Suppe oder einem kleinen Mittagstisch ist, wird bei Christine Riegler und ihrem Team ebenfalls fündig. Außerdem gibt es das ganze Jahr über verschiedene Snacks wie Paninis und Bruschetta.

 

Gesättigt und aufgewärmt geht es nun weiter auf dem Dalke-Erlebnispfad. Bis zur Mühle Avenstroth am Parkbad sind es noch knapp zwei Kilometer. Von dort aus geht es schließlich zurück zur Neuen Mühle. Wer gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs ist und die Strecke verlängern möchte, erreicht nach etwa fünf weiteren Kilometern das Naturschutzgebiet Große Wiese. Dort endet der Wassererlebnispfad.

 

www.guertersloh.de

 

Text: Kirstin Oelgemöller, Bilder: Kirstin Oelgemöller, NABU/Andreas Beulting, Stadt Telgte, Stadt Gütersloh


Waldeslust …

Im Herbst verwandelt sich die Natur hierzulande in ein buntes Farbenmeer. Was es im Wald zu entdecken gibt, zeigen vier Ausflugstipps, die die „hierzulande“-Redaktion zusammengestellt hat.

Spaziergang für Schwindelfreie

Direkt beim ersten Ausflug wird es romantisch, führt der Wanderweg am Rande von Schloß Holte-Stukenbrock doch entlang eines Flusses, der kristallklares Wasser führt und so seltene Wasserbewohner entdecken lässt. Wer nicht schwindelfrei ist, sollte den Blick an einigen Teilen des Weges besser in die Weite als hinab zum Fluss schweifen lassen – denn bis zu zehn Meter läuft der Spaziergänger auf dem ausgezeichneten Wanderweg mitunter über dem Furlbachtal.

Spurensuche für Naturfreunde

Genau hingeschaut werden muss bei unserem zweiten Wander-Tipp. Was verbirgt sich in der Baumkrone, wer versteckt sich im Stamm? Auch ein gutes Gehör ist gefragt, um den Geheimnissen der Natur im Tatenhauser Wald im Norden des Kreises Gütersloh auf die Spur zu kommen. Ein besonderer Höhepunkt: Ein Besuch des Wasserschlosses Tatenhausen. Mit vorheriger Anmeldung sind Führungen durch einige Gebäudeteile möglich.

Ein Gang für Ruhesuchende

Ein Ort mit jahrhundertealter Geschichte ist auch das Kloster Vinnenberg in Milte, das das Ziel des dritten Ausflugs ist. Schwester Seara zeigt Interessierten gerne die historischen Gemäuer. Der angrenzende Staatswald Vinnenberger Busch beginnt direkt am Parkplatz des historischen Gebäudes und ist bekannt für das Vorkommen der Waldschnepfe. Aber auch Reh, Fuchs und Hase können dem Spaziergänger in dem etwa 120 Hektar großen Naturschutzgebiet begegnen.

Eine Tour für jedes Wetter

Südlich von Harsewinkel laden die Boomberge zu unserem vierten Spaziergang ein. Zwischen Ems und Lutter verläuft dort das Naturschutzgebiet, das Relikte aus der Eiszeit beheimatet. Sanddünen erinnern an die Jahrtausende zurückliegenden Naturereignisse, die sich an dieser Stelle ereigneten. Auf ausgewiesenen Wander-, Jogging- und Reitwegen bietet sich in dem Wald die Möglichkeit zur schnellen Erholung.

Text: Kirstin Oelgemöller; Foto: Ludwig Teichmann


Sattel die Räder von Ahlen bis Rheda

Mal geht es entspannt entlang der Werse, dann kräftezehrend hinaus von Oelde nach Stromberg – die aktuelle „So-schmeckt-Heimat-Tour“ hat ein vielfältiges Streckenprofil. Auf rund 45 Kilometern führt sie von Ahlen im Kreis Warendorf bis nach Rheda im Kreis Gütersloh. Doch gut ausgerüstet mit dem Picknickkorb auf dem Gepäckträger, bietet sich Radfahrern gleich an mehreren Stationen die Gelegenheit zur Stärkung.

Die leuchtend gelben Schilder des Werseradwegs weisen den Weg. Außerdem wird inhaltlich einiges geboten. Über kulturelle und landschaftliche Besonderheiten informieren diverse Tafeln. Die hierzulande-Tour beginnt in Ahlen mit der Nummer 15 und endet in Rheda-Wiedenbrück an der ersten Tafel. An zwei Stationen geht es zudem hoch hinaus: In Beckum und Stromberg ermöglichen Aussichtstürme den Blick über die Landschaft.

Zum Ausgangs- und Zielort in Ahlen beziehungsweise Rheda-Wiedenbrück gelangt man inklusive der Fahrräder ganz entspannt mit der Bahn. Weitere Bahnhöfe in Neubeckum und Oelde machen es zudem möglich, nur einen Teil der Etappe mit dem Fahrrad zu fahren und die „So-schmeckt-Heimat-Tour“ abhängig von den eigenen Kräften abzukürzen. Wer stattdessen Lust auf mehr hat, kann nahegelegene Attraktionen besuchen, wie das alte Zechengelände in Ahlen, den Vier-Jahreszeiten-Park inklusive Freibad in Oelde und das Kulturgut Haus Nottbeck in Stromberg.

 

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Text und Bilder: Kirstin Oelgemöller, Fabian Reinkemeier, Pott´s Brauerei


Zu Lande, zu Wasser und in der Luft

Die Natur erwacht und mit ihr die Unternehmungslust in uns. Wir wollen raus, uns bewegen, Neues entdecken. Gut also, dass es hierzulande eine Menge zu sehen und zu erleben gibt. Wir haben drei Touren zusammengestellt, die Action aber auch gemütliche Ruhe und leckeres Essen verbinden.

1. Natur-Tour: Wasser trifft Erholung

Jetzt, wo die ersten Sonnenstrahlen nicht nur das Herz, sondern auch die Erde erwärmen, macht es besonders viel Spaß, die Natur zu genießen. Ein abwechslungsreiches Ziel an der frischen Luft ist der Feldmark in Sassenberg mit seiner reizvollen Umgebung.  Ein beliebter Anlaufpunkt ist gerade an den richtig warmen Tagen der Feldmarksee. Von Mai bis September strömen täglich zahlreiche Wasserratten an den See. Vom Sandstrand aus kann die gesamte Familie den Blick auf den See und das umliegende Waldgebiet genießen. Vom Bootshaus aus können Groß und Klein mit einem Segelboot oder Surfbrett auf das Wasser hinaus schippern. Stärkung gibt es am Kiosk.

 

Wer gern sportlich unterwegs ist, der kann eine der drei großen Nordic-Walking-Strecken ausprobieren. Zwei Routen führen am Feldmarksee entlang, eine weitere liegt etwas weiter außerhalb am Naturschutzgebiet Tiergarten mit dem Staatsforst Brook. Die Länge der Strecken beträgt zwischen 4,7 bis 6 Kilometer. Ausgepowert und ausgehungert bietet sich dann ein Essen im Restaurant am Feldmarksee oder an der Grillstelle am Bootshaus an.

 

www.sassenberg.de

2. Abenteuer-Sport-Tour: Golf in drei Varianten

Manchmal muss man ein wenig über den Tellerrand schauen, um neue Dinge zu erleben und zu sehen. Zur Swingolf-Anlage Delbrück-Westenholz muss man zwar in den benachbarten Kreis Paderborn fahren. Doch erstens ist das nicht weit und zweitens lohnt es sich. Die Anlage befindet sich zwischen Rietberg-Mastholte und Delbrück. Und sie bietet gleich mehrere Freizeit- und Betätigungsmöglichkeiten.

 

Auf dem Herzstück der Anlage, der 18-Loch-Bahn, spielen die Sportler Swingolf: der Ball ist aus weichem Gummi, der Schläger deutlich einfacher gehalten als beim normalen Golf. Allein, zu zweit oder als Gruppe spielt man sich durch die Bahnen. Wer eher mit dem Fuß seine Stärken hat als mit dem Schläger in der Hand, kann sich an dem golfähnlichen Soccer-Court austoben. Auf den 18 Fußballgolf-Bahnen mit jeweils einer Länge von 50 bis 250 Metern kennen Spaß und Sport keine Grenzen.

 

Wer viel Sport treibt, der bekommt auch Hunger. Und dafür lohnt sich auf jeden Fall der Weg in die nicht weit entfernte Innenstadt nach Rietberg. Etwa zehn Autominuten entfernt, stehen mehrere Restaurants und Gastwirtschaften zum Beispiel auf der Rathausstraße zur Auswahl. Gut bürgerlich geht es etwa in den Gaststätten „Bartscher“ und „Zum alten Graf“ zu. Von Flammkuchen über Currywurst und Burger bis hin zu Schnitzeln und Steaks dürfte für jeden etwas dabei sein. Bei „Zara“ lockt der Duft von Döner und türkischen Spezialitäten, im „1643“ gibt es gut bürgerliche Küche, handwerklich gebraute Biere und leckere Cocktails.

 

www.swin-soccer-park.de

www.zum-alten-graf.de

www.1643-rietberg.de

3. Hoch-hinaus-Tour: Ausblick genießen

Panoramablicke bieten sich Besuchern auf dem 162 Meter hoch gelegenen Höxberg in Beckum. Wer noch höher hinaus will, kann dort die mittelalterliche Soestwarte besteigen. Erklimmen lässt sich der 23,30 Meter hohe Aussichtsturm über eine Wendeltreppe. Wieder unten angekommen, kann zum nahe gelegenen Tiergehege spaziert werden. Auf einer Fläche von 20 000 Quadratmetern gibt es dort Damwild, Esel, Ziegen, Gänse, Enten, Hühner und Tauben zu sehen.

 

Im Naherholungsgebiet Höxberg ist auch die im Jahre 1853 erbaute Windmühle, ein Wahrzeichen der Stadt Beckum, zu finden. Das ganze Jahr über können Besucher sich durch das historische Bauwerk führen lassen und sich über seine Geschichte und Technik informieren. Auch Spaziergänger, Jogger oder Radfahrer finden rund um den Höxberg gute Gelegenheiten, ihrer Leidenschaft nachzugehen. Eine ausgeschilderte Joggingroute führt einmal rund um den Berg.

 

Für die anschließende Stärkung bietet sich zum Beispiel das Restaurant „Zur Windmühle“ an. Bei Sonnenschein lädt dort besonders der Garten zum Verweilen ein. Kulinarisch verwöhnen lassen können sich Besucher auch im Restaurant „Höxberg“ mit internationalen Speisen und saisonalen Gerichten.

 

www.beckum.de

www.zur-windmuehle.de


Kufenspaß, Tannenwald und Lichterglanz

In der Advents- und Weihnachtszeit hat die Region allerhand winterliche Attraktionen zu bieten. Drei tolle Ausflugstipps für die ganze Familie hat „hierzulande“ für Sie zusammengestellt. Unsere drei Touren verbinden Sport und Shopping, Besinnlichkeit und Baumfällen.

 

 

1. Glatteis-Tour: der Familienspaß

 Glänzend schimmert die Eisfläche auf dem Marktplatz in Beckum in der Zeit vor und nach Weihnachten. Vom 8. Dezember bis 8. Januar geht es dort rasant zu, wenn die Eisbahn ihre Pforten öffnet. Dann tummeln sich wieder von früh bis spät viele kleine und große Kufenfl itzer auf dem Eis im Schatten des Beckumer Stadtmuseums. Mehr als 300 Quadratmeter misst die Fläche und bietet so ausreichend Platz fürs Schlittschuhvergnügen.

 

Wer sich eine Pause vom Schlittschuhlaufen gönnt, kann sich an den Ständen rund um die Eisbahn stärken. Außer heißen Getränken, die kalte Nasen wieder aufwärmen, gibt es an den Buden auch warme Speisen. Zudem besteht die Möglichkeit, die Stadt zu erkunden und in den Gaststätten rund um den Marktplatz einzukehren – natürlich ohne Schlittschuhe.

 

Wer in der Woche auf dem Marktplatz vorbeischaut, kann ab 19 Uhr beim Eisstockschießen zusehen und den Abend mit einem wärmenden Glühwein ausklingen lassen.

 

Wohltuende Getränke und Speisen gibt es auch an der Eislaufbahn im Vier-Jahreszeiten-Park in Oelde. Sie wird am 16. Dezember im Rahmen des Parkfestivals „Der Winter“ eröffnet und geht bis zum 8. Januar. Mit mehr als 500 Quadratmetern ist sie noch einmal ein Stück größer als die Anlage in Beckum. Ein besonderes Flair kommt auf, wenn am späten Nachmittag die Dunkelheit einkehrt. Dann glitzert das Eis im Licht der Scheinwerfer.

 

 

Erfahrene Schlittschuhläufer können sich dort ebenso austoben wie Anfänger. Für die Kleinsten gibt es zudem an den Sonntagen das Angebot, an einer Lauf-Lern-Schule teilzunehmen.

 

www.vier-jahreszeiten-park.de

www.beckum.de

2. Fürstliche Tannen-Tour: Axt nicht vergessen

Noch keinen Tannenbaum für Weihnachten? Wer den Baum selber schlagen möchte, ist beim zweiten Ausflugstipp genau richtig. 

 

Denn es geht zum Schloss Freckenhorst. Dort kann man sich den schönsten Baum in den Schonungen  der Gräflich Westerholt’schen Rentei aussuchen und selber schlagen (10. bis zum 24. Dezember). 

Hat man nicht genug vom Grün der Tannen, kann man weiterziehen zum Weihnachtswunderland (2. bis 18. Dezember) im historischen Stadtkern von Warendorf. Inmitten von mehr als 200 duftenden Tannen gibt es zahlreiche Möglichkeiten, um sich nach dem Baumfällen und dem eventuellen Spaziergang richtig satt zu essen. Die Kleinen können derweil Stockbrot an einem offenen Feuer backen oder an der Kinderunterhaltung teilnehmen. 

 

Auch ein großer Kunsthandwerkermarkt lädt zum Verweilen und zum Einkaufen kleinerer und größerer Geschenke ein. 

 

Dekoartikel gibt es dort ebenso wie Selbstgestricktes. Und wer sich am Wochenende nach Warendorf aufmacht und das Weihnachtswäldchen besucht, kann die Nachtwächter bei ihrem Rundgang durch die Stadt begleiten und den Rathausbläsern zuhören. Hoch oben vom Turm des Rathauses blasen sie allabendlich zur Nacht.

 

www.graf-westerholt.de

www.warendorf.de

3. Winterliche Park-Tour: Natur und 1000 Lichter

Zauberhaft schön ist das dritte Ziel. Im altehrwürdigen Rheda-Wiedenbrück gibt es gleich mehrere Tipps für einen winterlichen Ausflug. So kann man sich durch den Flora-Westfalica-Park aufmachen zu einem gemütlichen Spaziergang zum Schloss Rheda. 

 

Bricht die Dunkelheit über die Stadt hinein, lohnt es sich, zurück nach Wiedenbrück zu gehen. Auf dem von Fachwerkhäusern eingerahmten Marktplatz findet alljährlich der Christkindlmarkt (21. November bis 23. Dezember) statt. Erleuchtet von zahlreichen Lichtern versetzt der traditionelle Budenzauber die Besucher in weihnachtliche Stimmung. Ob Räuchermänner oder Engel, Krippen oder Spielzeug aus Holz: Viele schöne Dinge werden angeboten. Und mit ein bisschen Glück trifft man dort auch auf das Christkind. 

 

www.christkindlmarkt-wiedenbrueck.de

Schloss Rheda

Flora-Westfalica-Park

 

Text: Benedikt Paweltzik, Bilder: Nimo Sudbrock, Jessica Wille, Gabi Wild, Sven Hillert, privat


Unterwegs genießen: Rund um Warendorf

Gemütlich in der Natur im Kreis Warendorf Rad fahren und zwischendurch regionale Köstlichkeiten in Hofläden und -cafés genießen: Das ist auf der aktuellen "So-schmeckt-Heimat-Tour" möglich. Auf rund 36 Kilometern führt die aktuelle Strecke die Radfahrer einmal im Kreis.


Ausgangs- und Zielpunkt ist die Stiftskirche in Freckenhorst. Dazwischen gibt es viel zu entdecken: der münsterländische Biohof Schulze-Schleppinghoff aus dem Jahr 1835, die Freckenhorster Werkstätten auf dem Hof Lohmann, das Ponyhofcafé auf dem Hof Georgenbruch und der Hofladen Austermann in Neuwarendorf mit seinen regionalen Spezialitäten. Zum Abschluss geht es entlang der Ems zur Wirtschaft Alte Herrlichkeit, bevor die Radfahrer mit vollgepackten Satteltaschen zurück nach Freckenhorst kommen.


Auf dieser Tour bietet sich die Möglichkeit, die Vielfältigkeit der Gemeinden Freckenhorst, Everswinkel und Warendorf kennenzulernen: Sie führt entlang von Wiesen, Wald und Wasser. Die Möglichkeit, das Auto abzustellen, bietet sich an der Industriestraße in Freckenhorst. Der kostenlose Parkplatz ist donnerstags von 8 bis 13 Uhr allerdings für den Wochenmarkt reserviert.

 

Text: Kirstin Oelgemöller, Fotos: Anja Frielinghaus

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Schatzsuche im Süden: So schmeckt Heimat

Die  Natur mit allen Sinnen erleben und für ein paar Stunden die Seele baumeln lassen, das ist bei der „So-schmeckt-Heimat-Radtour“ möglich. Während die meist ruhig gelegenen Wege durch die  Kreise Warendorf und Gütersloh einen ganz neuen Blick auf die Heimat zulassen, laden unterwegs Hofläden und –cafés zu einer Verschnaufpause bei sommerlichen Köstlichkeiten oder einem ausgiebigen Einkaufsbummel ein. 

 

Die südlichen Zipfel der Kreise Gütersloh und Warendorf sowie über deren Grenzen hinaus haben  zwei unserer Redaktionsmitglieder bei der zweiten „So-schmeckt-Heimat-Radtour“ für Sie erkundet. Ihre kulinarische Reise durch Wadersloh, Lipperode, Westenholz und Benteler führte sie durch schattenspendene Wälder, entlang verlockender Badeseen und duftender Obstplantagen. Zum Naschen bietet sich auch fernab der Einkehrpunkte so manche Gelegenheit.  

 

Die rund 44 Kilometer lange Tour ist nicht nur für „Viel-Fahrer“ geeignet. Die einzige merkliche Steigung befindet sich auf dem Rückweg nach Wadersloh. Ansonsten ist die Strecke eben. Wer nicht aus der Gemeinde im südlichen Teil des Kreises Warendorf kommt, kann sein Auto kostenlos am Kirchplatz parken. 

 

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Text: Anja Frielinghaus, Bilder: Anja Frielinghaus, Benedikt Paweltzik


Unsere erste "So-schmeckt-Heimat"-Radtour

Zwei Kreise, fünf Orte, sechs Stationen, eine Tour. Zufrieden erschöpft, saftig sattgegessen und mit vollen Einkaufstaschen zurückkehren – das ist die „So-schmeckt-Heimat-Fahrradtour“. Wir finden: Wer sich körperlich betätigt, sollte die Gaumenfreuden nicht vergessen. Was gibt es also Schöneres als eine Radtour durch die Heimatkreise mit dem Naschen frischer Früchte zu verbinden und gleichzeitig den Wocheneinkauf zu erledigen?

 

Die erste So-schmeckt-Heimat-Tour führt auf eine kulinarische Reise durch Frühjahrsobst und Sommerfrüchte. Drei unserer Redaktionsmitglieder haben eine Strecke in den Kreisen Gütersloh und Warendorf für Sie ausgekundschaftet, Sehenswürdigkeiten bestaunt, im Bauernlädchen selbst mal genascht und sich von Kälbchen die Finger lecken lassen.

 

Wem nach der 41Kilometer langen Tour die Puste ausgegangen ist oder wem zu viele Köstlichkeiten in der Fahrradtasche oder auch im Magen liegen, kann stündlich bequem mit dem Zug zurückfahren. Vom Zielort Gütersloh ist die Bahn in 23 Minuten zurück in Clarholz.

 

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Text, Bilder und Video: Julia Frings , Anika Reckeweg & Benedikt Paweltzik