Mit federleichtem Pinselstrich

Barbara Balsliemke malt frei Hand. Am liebsten Blumen. Zu Ostern verziert sie Straußen- und Gänseeier, Hühner- und Enteneier mit Blütenblättern. Um sie fürs Fest edel zu machen, versteckt die 80-Jährige aus Verl Spruchbänder darin.

Wenn sie zum federleichten Pinselstrich ansetzt und die ersten Blütenblätter auf dem weißen Ei erkennbar sind, hofft man inständig, das auch so zu können. Es braucht aber definitiv Talent, so zu malen wie Barbara Balsliemke. Ein Griff zum grünen Farbfläschchen, ein bisschen von dessen Inhalt auf die Untertasse gegossen und in wenigen Sekunden hat die rosa Blüte grüne Stängel bekommen. Fertig ist das Osterei. Oder auch nicht. Das kleine Bildnis wird vielleicht an seiner Ober- und Unterseite noch farblich abgesetzt oder das schmucke Oval bekommt am Ende zwei hübsche Schleifen an jeder Seite. Wer weiß. Der Fantasie der Künstlerin aus Verl sind keine Grenzen gesetzt.

Früher zeigte die Künstlerin auf großen Messen beispielsweise in Hamburg oder Dortmund ihre Arbeiten, heute ist sie eher auf Handwerkermärkten oder in Heimathäusern der Region zu finden. „Ich male nicht gern kunterbunt – lieber dezent, so in Richtung edel“, versucht Barbara Balsliemke zu erklären. Blumen sind ihr Motiv. Es darf so ziemlich jede sein, die ihr gefällt – wobei die Rose eigentlich ihr Favorit ist. „Die schmücke ich dann mit Vergissmeinnicht in verschiedenen Farben aus. Ein paar schöne Blätter dazu …“, schwärmt die 80-Jährige.

Für ihre Ostereier nutzt die Künstlerin, die in Verl Bauernmalerei lernte und später die Malschule in Frankenthal in der Pfalz besuchte, ausschließlich Acrylfarbe. „Sie ist dickflüssiger.“ Das sei beim Bemalen eines Eis einfach von Vorteil und erst recht bei dem des Straußes, dessen Schale ziemlich porös und rau ist. Gerne mischt sie die Farben.

Apropos Schale: Das Ei muss zur Aufnahme des Kunstwerkes vorbereitet sein. „Ich wasche es mit Wasser und lasse es dann erst einmal trocknen“, beschreibt Barbara Balsliemke ihre Vorgehensweise. „Dann muss das Unebene weg. Dafür schmirgel ich es mit feinem Schmirgelpapier. Anschließend bemale ich es und lasse das Motiv trocknen.“ Das kleine Bildnis wird am Ende mit Antikwachs aus dem Malereigeschäft eingestrichen, um die Farbe zu schützen und einen seidigen Glanz zu bekommen. Manchmal kommt noch eine weitere Schicht drauf. Am Ende wird das Ganze mit einer weichen Bürste vorsichtig poliert.

Dabei ist Ei nicht gleich Ei. Die Verlerin verwendet das große Straußen- oder Gänseei und das sehr große, fast schwarze des Emus, das kleinere Hühner- und das noch kleinere Zierentenei. Alle bräuchten ihre spezielle Behandlung. Als Clou lässt die Künstlerin aus einigen der Ostereier ein schmales Band mit einem Spruch. „Dabei ist mir so manches Ei schon geplatzt“, verrät sie. Also, Vorsicht!

Text und Fotos: Andrea Kutzendörfer


Zur Krippe her kommet in Bethlehems Stall ...

Jahr für Jahr bauen viele Familien eine Krippe unter ihrem Weihnachtsbaum auf. Krippenbauer gibt es heutzutage nur noch wenige. In Herzebrock-Clarholz, bei der Bildhauerei Potthoff, schnitzt Willi Potthoff seit Jahrzehnten Figuren aus Holz.

In seiner Werkstatt riecht es nach frischen Sägespänen. Werkzeuge gibt es hier in jeder Größe und Ausführung. Die Vielfalt an Gerätschaften ist überwältigend. In den Regalen liegen etliche Krippenfiguren: Nur grob erkennbar als vorgeschnitzter Klotz oder halb fertig bearbeitet, auf ihre Bemalung wartend. In der Größe eines kleinen Kindes und so klein wie ein Finger.

Im nächsten Raum befinden sich Werkbänke, ein Hirte ist gerade eingespannt und wartet darauf, seine Gesichtszüge verfeinert zu bekommen. Auf einem Tisch an der anderen Seite sammeln sich haufenweise Pinsel und Farbbehälter, die das gesamte Farbspektrum abdecken.

Die Besonderheit dieses Ortes ist zu spüren. Seit Jahrzehnten fertigt Willi Potthoff hier in seiner Werkstatt in Herzebrock in liebevoller Arbeit Krippenfiguren an. Bei Krippenausstellungen, in Kirchen und unter zahlreichen geschmückten Tannenbäumen in den Wohnstuben der Region bewundern die Menschen in der Weihnachtszeit seine Arbeit.

Als Inhaberin hat inzwischen Tochter Claudia (51) die Geschäfte übernommen. Aber ganz in den Ruhestand konnte sich der 83-jährige Willi Potthoff noch nicht verabschieden. Und so schnitzt er weiter seine Figuren. Nicht mehr so viele wie es früher mal waren. Aber seine Handgriffe in der Werkstatt sind noch routiniert wie eh und je.

Das Holz bekommt Potthoff aus einem Sägewerk. Die Qualität sei wichtig. „Luftgetrocknet“ müsse es sein. Das heißt: Mindestens zehn Jahre muss es im Trockenen lagern, vor der Verarbeitung noch einmal 14 Tage in der Werkstatt. Zugeschnitten wird das Holz im Block. Dann geht für Willi Potthoff die „Knochenarbeit“ los. In einer Kopiermaschine werden die groben Konturen der Figuren vorgezeichnet. Am Beispiel eines Kamels zeigt er, wie er vorsichtig Stück für Stück des Holzes mit einem Fräsmotor abarbeitet. „Eine moderne CNC-Maschine haben wir nicht“, sagt der Herzebrocker. Die könnte selbstständig mit hoher Präzision Werkstücke herstellen.

Potthoff jedoch legt selbst Hand an. Neben ihm auf der Werkbank liegen identisch geschnittene Kamele. Auch über ihnen hängt je ein Fräsmotor, der die Bewegungen Potthoffs nachahmt. So muss er nicht jedes einzelne Kamel bearbeiten. Aber es ist Vorsicht geboten: Eine fehlerhafte Bewegung hat Auswirkungen auf alle Kamele.

Nach dem Kopieren müssen die Figuren einzeln behandelt werden. Sie werden jetzt auf eine Werkbank gespannt und Potthoff greift zu seinen Bildhauer-Stecheisen. Von denen hat er gleich mehrere Schubladen voll. Sie haben eine Breite von 1,5 Millimetern bis zu mehreren Zentimetern. „Die schmalsten benutzt man zum Beispiel für die Jesuskinder in der kleinsten Ausführung“, erklärt Potthoff. Um deren Konturen und Gesichtszüge perfekt hinzubekommen, ist viel Geduld gefragt. 

Anschließend steht schon der letzte Schritt an. Wenn die Figuren ihre Naturfarbe behalten, werden sie gewachst und lasiert. Oder sie werden bemalt: weiße Umhänge, grüne Gewänder, goldene Kronen.

Bei den Potthoffs werden die Krippenfiguren nicht in schneller Massenproduktion hergestellt. Sich auf eine Stundenzahl festzulegen, die er für eine Figur benötigt, fällt Willi Potthoff schwer. An einem Tag fertige er eine Figur jedenfalls nicht an. „Es ist eben alles Handarbeit“, sagt er. Deswegen hat Potthoff auch nicht nur in der Vorweihnachtszeit zu tun. „Geschnitzt wird das ganze Jahr“, betont er.

Bleibt zum Abschied die Frage, wie es bei den Potthoffs selbst an Weihnachten unter dem Tannenbaum aussieht. Sind sie die Krippen, die sie das ganze Jahr über sehen, irgendwann leid, und verzichten selbst darauf? „Auf keinen Fall“, sagt Claudia Potthoff. „Eine Krippe gehört an Weihnachten dazu. Ohne geht es nicht.“

Bildhauerei Potthoff
von-Zumbusch-Straße 6, 33442 Herzebrock-Clarholz
Telefon: 05245 3890
E-Mail: claudiapot@web.de
Internet: www.bildhauerei-potthoff.de
Öffnungszeiten: In der Adventszeit werktags von 9 bis 19 Uhr oder nach telefonischer Absprache

Text und Fotos: Andi Kleinemeier


Ein Tausendsassa frisch vom Feld

Geschmort, gebraten oder gestampft, als klassische Salzkartoffel oder als Pellkartoffel: „Kartoffeln gibt es bei uns in jeder Form“, sagt Andreas Stiens. Der Landwirt aus Rheda-Wiedenbrück baut in mindestens dritter Generation Kartoffeln an – klar, dass die Knollen da regelmäßig auf den Tisch kommen. „Wir scheuen uns aber auch nicht, mal Nudeln zu essen“, sagt Stiens und lacht.

Kartoffeln spielen in seinem Leben dennoch eine ganz besondere Rolle, ist er doch „mehr oder weniger damit aufgewachsen“, wie er selbst sagt. Es gibt während der Saison so gut wie keinen Tag, an dem er nicht nach dem Rechten schaut. So ist es zum Beispiel wichtig, dass die Knollen mit Erde bedeckt sind. „Wenn sie ans Sonnenlicht kommen, werden sie grün. Und dann sind sie nicht mehr zum Verzehr geeignet“, betont Stiens. „Auch bei falscher Lagerung kann es passieren, dass Kartoffeln grün werden“, warnt der Fachmann. Sein Tipp: kühl, trocken und dunkel lagern – „am besten im kalten Keller“.

Beim Gang auf den Acker zeigt sich, dass Stiens seine Kartoffeln im Wall anbaut. Das ist auch deshalb praktisch, weil sich der Boden schneller erwärmt – was das Wachstum fördert. Außerdem ist es einfacher, die Pflanzen zu bewässern. „Die Kartoffel selbst besteht zu 77 Prozent aus Wasser, sie darf nicht austrocknen“, hebt er hervor. Der Sandboden in Rheda-Wiedenbrück ist zuträglich für den Anbau, da bei der Ernte kaum Erde an den Knollen haften bleibt. „Beim lehmigen Sandboden bilden sich schnell Kluten, also Erdbrocken, die man später aufwendig von Hand aussortieren muss“, beschreibt Stiens.

Inzwischen hat die Hochsaison begonnen. In den kommenden Wochen nehmen tonnenweise Kartoffeln den Weg vom Acker über den Roder bis in die Lagerhallen. „Ab September sind die Kartoffeln lagerfähig“, sagt Stiens, der das Nachtschattengewächs auf insgesamt 15 Hektar anbaut. Bis etwa Mitte Oktober ist somit viel zu tun auf seinem Hof. Denn zu lange in der Erde bleiben sollen die Knollen auch nicht – auf Frost reagieren sie sehr empfindlich. Es bilden sich dunkle Flecken im Innern und die Schale wird weich.

Insgesamt sechs Sorten baut der Rheda-Wiedenbrücker an. Die Annabelle ist seine Frühkartoffel, dann folgen Cilena und Gala als mittelfrühe Sorten, anschließend kommen Belana, Allianz und Lilly. „Am Ende ernten wir alle Sorten parallel“, erklärt er. Seine liebste ist die Allianz. „Sie sieht toll aus, ist schön gelb und fest und auch geschmacklich gut“, lautet das Urteil.

Ab Hof sowie im eigenen Bauernladen in Wiedenbrück verkauft Familie Stiens ihre Kartoffeln. Den Bauernladen betreibt die Familie seit 1994. „Wir liegen mit unserem Hof weit außerhalb und wollten näher am Kunden sein“, sagt der Landwirt. „Der Bauernladen ist wie ein Hofladen – nur in der Stadt.“

 „Verkauft werden am besten die mittleren Kartoffeln“, sagt der Landwirt. Das trifft insbesondere auf den Vertrieb über Marktbeschicker, Supermärkte und Raiffeisenmärkte zu. Die kleineren – auch als Drillinge bekannt – bietet er auch im Bauernladen an. „Sie eignen sich gut für Schmorkartoffeln aus der Pfanne oder dem Ofen.“ Übergroße Kartoffeln gehen in die Gastronomie in der Region – ein weiterer Abnehmer des Hofes.

Die Ahlener Landfrau Birgit Schlüter greift auch am liebsten auf die mittelgroßen Knollen zurück. Gerade bereitet sie einen Kartoffel-Gemüse-Auflauf zu, den sie mit Kasseler ergänzt. „Ich mag Kartoffeln am liebsten frisch gekocht als Beilage zu Gemüse und Fleisch oder Fisch“, sagt sie. Im Herbst gibt es häufiger einen Kürbis-Kartoffel-Eintopf, wahlweise mit Hackfleisch – oder einen Kartoffel-Gemüse-Auflauf mit Kasseler, den Schlüter für sich entdeckt hat. „Bei mir müssen es schnelle Gerichte sein, ich möchte nicht stundenlang in der Küche stehen“, erklärt sie. Dass es trotzdem lecker und gesund geht, zeigt die Diätassistentin an diesem Vormittag.

Der Auflauf ist nicht nur zügig zubereitet, es lässt sich außerdem gut vorbereiten, beispielsweise wenn Besuch kommt. Dann kann er am Vormittag geschichtet werden und kurz vor dem Essen wird der Käse darübergestreut und die Schale kommt in den Ofen. „Dann muss man nicht so lange in der Küche stehen, wenn die Gäste da sind“, sagt die Landfrau. Alternativ zu Kasseler kann auch Bratwurst ergänzt werden – oder man verzichtet ganz auf das Fleisch. Es zeigt sich: Zahlreiche Variationen sind möglich.

„Wichtig ist nur, dass man Olivenöl verwendet, das man erhitzen darf“, betont die Diätassistentin, die im St.-Josef-Stift in Sendenhorst arbeitet. „Kalt gepresste Öle verbrennen, das ist gesundheitsschädlich.“ Grundsätzlich empfiehlt sie, eine Auswahl verschiedener Öle im Haus zu haben. Für ihren frischen Kartoffelsalat beispielsweise greift sie auf Rapsöl zurück. „Das hat eine gute Fettsäurezusammensetzung und enthält gesunde Omega-3-Fettsäuren“, erklärt Schlüter. Diese wirken sich positiv auf Herz und Kreislauf aus.

Stiens Kartoffelhof
Pappelweg 34, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Bauernladen: Triftstraße 20, 33378 Rheda-Wiedenbrück
Telefon: 05242 5365
E-Mail: info@stiens-kartoffelhof.de
Internet: www.stiens-kartoffelhof.de
Öffnungszeiten Bauernladen: Montag bis Freitag 9 bis 12.30 Uhr und 14.30 bis 18 Uhr, Samstag 8.30 bis 13 Uhr

Text und Fotos: Kirstin Oelgemöller


Aromatische und bunte Alleskönner

„Früchte mit sehr viel Aroma“ – das sind Tomaten für Zorica Schruff. Gerade im Sommer kommen sie bei ihr häufig auf den Tisch. „Außerdem mag ich die italienische Küche sehr gerne – und da gehören Tomaten einfach dazu“, erklärt die Bloggerin aus Gütersloh.

Längliche Flaschentomaten, Cocktailtomaten und zwei Dosen gehackte Tomaten stehen an diesem Nachmittag vor ihr auf der Arbeitsplatte in der Küche. „Die Flaschentomaten sind praktisch für meine Quiche, die kann ich sehr gut in Scheiben schneiden, die kleinen Strauchtomaten sind hingegen sehr aromatisch“, erklärt sie, bevor sie sich an die Arbeit macht. Für ihre Tomaten-Fenchel-Suppe greift sie indes gerne auf die Variante aus der Dose zurück. „Da kann ich mich auf das intensive Aroma verlassen, außerdem gebe ich Tomatenmark hinzu“, sagt Schruff.

Während sie beginnt, den Teig für die Quiche zuzubereiten, erzählt sie von weiteren Rezeptideen. Zu Tomaten hat sie direkt zahlreiche Kombinationen im Kopf, darunter Klassiker wie Bruschetta oder ein Tomaten-Rucola-Aufstrich. „Im Salat verwende ich gerne bunte Sorten, das ist schön anzugucken. Letztens habe ich eine dunkelbraune Tomate probiert, die war unheimlich aromatisch und hat sehr gut geschmeckt.“

Generell gilt bei Zorica Schruff: „Zu jedem Tomatengericht gehört eine Prise Zucker“, sagt sie und lacht. „Das ist aber kein Geheimnis, das machen viele so.“ Gerne setzt sie außerdem die klassischen italienischen Gewürze Thymian und Rosmarin ein. Und Basilikum verwendet sie am liebsten frisch – weil dann der Geschmack besser zur Geltung kommt.

Ein intensives Aroma ist Zorica Schruff auch bei ihrer Tomaten-Fenchel-Suppe wichtig. Deshalb greift sie auf gehackte Tomaten aus der Dose zurück und fügt konzentriertes Tomatenmark hinzu. „Beim Resteverwerten entstehen solche Kombinationen. Ob die Suppe am Ende der Garzeit püriert wird oder nicht hängt davon ob, wie fein das Gemüse zuvor geschnitten worden ist“, sagt Schruff. „Und wie man es am liebsten mag.“ Zahlreiche eigene Rezepte hat die dreifache Mutter inzwischen auf ihrem Blog „natürlich schmeckt’s“ im Internet festgehalten.

In kräftigem Rot hängen unzählige Tomaten an den Pflanzen im Gewächshaus von Andreas Beckmann in Telgte. Einige andere sind leuchtend gelb, wieder andere aufgrund ihrer grünen Färbung kaum durch das Blattwerk zu sehen. Sie sind groß oder klein, einige sehen verwachsen aus, müssen aber genau so sein. Kirschtomaten, Salat- und Fleischtomaten sowie Wildarten und Buschsorten wachsen in den beiden großen Gewächshäusern. Rund 50 Arten und Sorten hat Beckmann hier angepflanzt.

Klassische Tomaten sind aber nicht zu finden. Neben die Humboldtii reihen sich Green Zebra, Schwarzer Prinz und Ochsenherz – seltene Sammelobjekte, die seit 30 Jahren die Leidenschaft des gelernten Blumen- und Zierpflanzengärtners und studierten Diplom-Agraringenieurs sind.

Bevor es in seinen Gewächshäusern im Sommer bunt wird, wachsen dort ab dem Frühling die selbst ausgesäten Jungpflanzen heran. Diese verkauft Beckmann bis Anfang Juni auf dem Ökologischen Wochenmarkt in Münster sowie auf Pflanzenbörsen und Gartenmärkten. Die aromatischen Früchte bietet er auf dem Wochenmarkt ab Ende Juni an, außerdem gibt es sie im Biomarkt Hartmann-Walk in Warendorf. „Wichtig ist, dass die Pflanzen viele Sonnenstunden bekommen, um Aromaten zu entwickeln und Zucker einzulagern.“

Für den Gärtner steht fest: „Die meisten Sorten sind zu schade, um sie zu verkochen.“ Dafür gebe es spezielle Sorten wie Roma-Tomaten oder die Sorte San Marzano. Beide enthalten wenige Kerne und sind relativ trocken. Beckmann: „So nehmen sie zum Beispiel Salatsoße sehr gut an.“

Während des Sommers genießt Beckmann seine eigene Ernte so pur wie möglich. Ein bunter Tomatensalat oder Tomate-Mozzarella mit Basilikum, etwas Salz und Pfeffer kommen bei ihm auf den Tisch. „Lecker ist auch eine in Scheiben geschnittene Ananastomate auf einer guten Scheibe Brot“, sagt er. „Sie sieht aus wie orangeroter Marmor, der in sich zerfließt.“ Das Besondere der Pflanze: Sie trägt über den ganzen Sommer nur etwa drei Früchte. Die gilt es umso mehr zu genießen.

Gärtnerei Blütenmeer
Andreas Beckmann
Vechtrup 14, 48291 Telgte
Mobil: 0175 3864217
E-Mail: info@gaertnerei-bluetenmeer.de
Internet: www.gaertnerei-bluetenmeer.de

Verkauf: bis September auf dem Ökologischen Bauernmarkt Münster, Freitag 12 bis 18 Uhr

Blog „Natürlich schmeckt’s“
Zorica Schruff
E-Mail: zorica@natuerlichschmeckts.de
Internet: www.natuerlichschmeckts.de

Text: Kirstin Oelgemöller, Fotos: Kirstin Oelgemöller, privat